Denkmalschutzbehörde untersagt vorerst die Nutzung der Mauersberger Halle

Vor drei Tagen sorgte wieder mal behördliche Post aus Dresden für großes Kopfschütteln bei den Verantwortlichen der Leitung unserer SG Mauersberg. Grund ist die Mitteilung des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen, welches unsere Turnhalle vorläufig unter Denkmalschutz stellt und zudem bis zur Klärung aller Auflagen ein generelles Nutzungsverbot ausspricht. In dem Schreiben heißt es wörtlich, dass bei einer "routinemäßigen Begehung baufälliger Einrichtungen des kommunalen Lebens" Anhaltspunkte für ein "möglicherweise historisch bedeutsames Kulturgut" gefunden wurden. Anders als in der Mauersberger Ortschronik angegeben, gehen die sachverständigen Beamten nicht von einer Errichtung im Jahre 1929 aus, sondern datieren den Bau erheblich früher. Genauere Angaben wurden zunächst nicht gemacht, aber bis zur Klärung der Gegebenheiten bleibt die Halle für jegliche Nutzung gesperrt. Ob und unter welchen Auflagen darin wieder Sport getrieben werden kann, ist derzeit nicht absehbar.

SG Mauersberg

Beim genauen Hinsehen ist ein fossiler Einschluss im Hallenboden zu erkennen. Gentests sollen nun klären, ob es sich wirklich um einen Ammoniten handelt. Foto: DPA

Bis auf Weiteres finden die Sportschnallen und Volleyballer aber "Trainingsasyl" im Saal des Erbgerichtes Mauersberg, welcher ja beispielsweise schon durch einen Zumba–Kurs genutzt wird und grundsätzlich gut geeignet ist. Um dort die Verletzungsgefahr zu minimieren, stellt die Gemeinde für diese Örtlichkeit zudem einen professionellen Sportboden in Aussicht. Dieser soll aus den Gewinnen des Grundstückverkaufs Wohngebiet "Alte Straße" finanziert werden. Sollte die eigentliche Turnhalle vom Landesamt für Denkmalpflege dann generell nicht mehr freigegeben werden, so ist seitens der Gemeinde auch schon ein Plan B entwickelt worden. Vorbild ist hier der Umbau des ehemaligen Brauereigasthofes Weißer Hirsch in Großrückerswalde, der nun als Feuerwehr und Tourismuszentrum in neuem Glanz erstrahlt. Nach dem tragischen Aus der Gaststätte im Herzen Mauersbergs könnte auch hier eine alternative Nutzung in Betracht gezogen werden. Die Grundfläche des Saales ist sogar größer als die der Halle, sanitäre Anlagen sind im Kern vorhanden und Kapazitäten für Umkleiden können problemlos geschaffen werden. Zudem sind keinerlei Streitigkeiten mit den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke zu erwarten. Volleyball–Abteilungsleiter Thomas Fiedler dämpft die Erwartungen hinsichtlich einer Verbesserung der derzeitigen Trainingsmöglichkeiten aber gleich wieder. Er fügt jedoch mit einem Augenzwinkern hinzu, dass ein eigener Zapfhahn in der Umkleidekabine sicherlich reizvoll sein könnte.

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